16.02. Poolpause

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Danke Laura für das schöne Bild!

Kampot heißt die Stadt, in die wir unseren nächsten Wegpunkt setzten. Angelockt von Laura und Chris, zwei Motorradreisenden, die in einem Bungalow dort in der Nähe waren. Laura hatte mich in Facebook angeschrieben, ob wir in die Nähe kommen würden und was ich von einem Treffen halten würde… Sie fragte auch direkt bei den Besitzern der Bungalows nach, ob es ok wäre, wenn wir dort campieren. Das war für eine kleine Parkgebühr in Ordnung und uns lockten der Pool und Hängematten. Laura ist freie Autorin für Reisethemen und Chris(topher Many) ist der Autor von „Hinter dem Horizont links“ – ein Buch über seine 8jährige Reise mit seinem Landrover Mathilda. Nicht nur ihre unglaublich langsame Reisegeschwindigkeit, sondern auch die Tatsache, dass sie durch China ohne Guide gefahren sind, macht die beiden ein bisschen berühmt unter Overlandern. Außerdem hatten Olli und Coco schon von den beiden erzählt und so waren wir doch neugierig, wer und wie die zwei in echt sind. Und ich muss sagen: wundervoll. Voller Wissen, Lebensfreude und Neugierde auf alles war jede Unterhaltung eine Bereicherung. Und obwohl die zwei ihr nomadisches Leben schon eine ganze Weile führen, kam nie das Gefühl auf, dass wir nicht ernst zu nehmen wären. Das Gefühl hatten uns andere Reisende durchaus schon vermittelt, nur weil sie halt schon mal auf Reisen waren und deswegen ja so unglaublich viel mehr Lebenserfahrung haben. Die zwei hier waren angenehm bodenständig und bei einer der vielen Runden im Pool stellte Laura dann fest, ich bin wohl auch Italienerin – zumindest wenns ums Essen geht.

Unsere Zeit im Bohemiaz EcoResort war ein willkommener Urlaub nach dem doch stressigen Indien, Myanmar und der Hitze in Bangkok. Als kleine Abwechslung zum Reisen gönnten wir uns dann auch den Luxus nicht selbst zu kochen… das englische Frühstück war aber auch richtig lecker. Immerhin waren die Besitzer Brian und Michelle (Vater und Tochter) aus England. Michelle hatte auch zwei Hunde, Buddy und Boston, im gleichen Alter wie Bounty… ganz schnell fetzen die drei um die Bungalows und über die Nachbarwiese.

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Bodysurfen…

Einen Nachmittag luden wir die beiden dann in den Bus und fuhren zu den „Stromschnellen“ am Fluss. Das war etwas weniger romantisch als es klang, aber eine willkommene Abkühlung. Im Vergleich zum Pool war das Wasser hier eiskalt. Bei der Strömung aber auch keine Überraschung. An Ästen die in den Fluss ragten waren Seile angebunden, hier konnte man sich festhalten und dann „bodysurfen“…

Laura kannte überall die guten Restaurants – so dass wir erfrischt weiter nach Kampot in eine Creperie fuhren. Ein Schwarzwaldcrêpe mit Schinken und Béchamelsoße und für mich einen mit Pilzen und Schinken, die waren einfach nur lecker. Zum Nachtisch dann noch einen Nutellacrepe mit Eis. Herrlich dekadent. Am nächsten Tag probierten wir dann in der Stadt die angeblich besten Rippchen Kambodschas… Ich denke, das stimmt. Sie sahen zwar nicht aus wie man sie kennt, aber saulecker. Und Bounty freute sich wie eine Irre über die Knochen.

Nachdem wir so langsam wieder erholt waren, kam der Vorschlag von Laura die „Bokor Hill Station“ zu besichtigen. Ein altes verfallenes Gebäude auf einem Hügel in der Nähe. Direkt daneben hatten die Kambodschaner wohl noch ein Hotel mit Casino gebaut, ein großer Komplex der schon anfing zu bröckeln bevor er je richtig genutzt werden wird. Eigentlich wollten wir dort hoch fahren und dann nicht zum Resort zurück. Was das „eigentlich“ bedeutet, könnt ihr vermutlich raten. Laura und Chris machten also ihre Pixie und seinen Puck fahrbereit und los gings. Nachdem wir das Haus gesehen hatten, leider war es wohl erst vor kurzem gesäubert worden – alles war aufgeräumt und grauer Beton, trafen wir uns am Casino wieder. Die kleine Zwiebel Quiche und der Beef Pie waren zwar klein, aber super lecker. Die Atmosphäre hier war seltsam, schon lange hatten wir uns nicht mehr so fehl am Platz gefühlt. Dass es ca. doppelt so viele herausgeputzte Angestellte waren, wie Besucher, machte die Stimmung nicht weniger komisch. Im Casino durfte man leider nicht fotografieren… denn während Jo den nächsten Gebäudeteil erkundete, probierten sich Laura und Chris an einer der Slotmaschinen. Aus einem wurden 3 Dollar und Laura stellte grinsend fest, dass es gut ist, einen Vernünftigen wie Chris dabei zu haben der sie bremst. So richtig trennen konnten wir uns dann doch noch nicht… und schwupps sprangen wir schon wieder alle in den Pool. Morgen aber, ganz bestimmt, da würden wir weiterfahren.

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16.01. Eine Grenzerfahrung

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Eiskaffee

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Meerblick

(Wegen technischer Probleme werden die restlichen Bilder für diesen Beitrag erst später online erscheinen…)

Wir haben jetzt schon den ein oder anderen Grenzübergang hinter uns und bisher keine negativen Erfahrungen mit Korruption oder Willkür der Beamten gemacht, eine Tatsache die sich hier ändern würde. Für die Einreise nach Kambodscha gibt es das Visum on arrival, Antrag ausfüllen, Bilder und Geld abgeben, weiterfahren. Es ist kein Geheimnis, dass die Grenzer gerne noch eine „Bearbeitungsgebühr“ drauf schlagen und der Gesundheitscheck mit dem Fieberthermometer auch nicht von oben vorgeschrieben ist… Da kann man sich jetzt aufregen oder mitspielen – die Beamten wissen gut genug, dass sie die Macht über das Visum haben. Wir kamen also an die Grenze, zahlten brav den Dollar fürs Fiebermessen und marschierten ins Visumsbüro. Dort wollte der Beamte dann erstmal 1500 Bhat. Umgerechnet 50$ – wir hatten die Information dass es 20$ kosten würde, mit Korruptionsaufschlag vielleicht mal 30$. Also erstmal erklärt, dass wir leider keine Bhat mehr haben und was es in Dollar kostet. Die Antwort mit den 30$ war schon vernünftiger, jetzt wollten wir das aber gerne noch geschrieben sehen – fast überall haben sie ja ein Schild (und wenns denn ein selbstgemaltes ist), weil im Internet 20$ stehen. Obwohl wir ganz nett gefragt hatten, kam die sehr pampige Antwort für 20$ kriegen wir kein Visum und wir sollen das selber nachlesen. Also Handy gezückt und ihm das gezeigt – wollte er nicht sehen und wiederholte nur mehrmals er gibt uns so kein Visum und das wäre der alte Preis. Inzwischen war er richtig laut geworden, wir wissen bis heute nicht was er für ein Problem hatte. Er knallte uns dann einen Zettel hin, auf dem dann der Preis stand – 37$ (die 7 vermutlich die „Stempelgebühr“), war aufgestanden und machte uns lautstark an, dass wäre ja sein Büro und er ist ja Grenzbeamter und was wir eigentlich von ihm wollen. Im stehen war er einen knappen Kopf größer als Jo, der dann irgendwie nicht einsah, sich hier so blöd anmachen zu lassen. Beamter hin oder her, einen gewissen Tonfall darf man ja wohl erwarten, vor allem waren wir betont höflich, schließlich wollten wir ja unser Visum haben. Jo stand also auf und sprach weiter in normaler Lautstärke mit dem Beamten. Zumindest versuchte er es… Wir legten 4 von unseren 20$ Scheinen auf den Tisch, wir hatten ja den Preis schriftlich gesehen, was alles war was wir verlangt hatten. Daraufhin schrie er uns fast an, für 20$ gibt er uns kein Visum und wir sollen das Büro verlassen. Seine beiden Untergebenen schienen Kopfrechnen besser zu beherrschen und zogen schon mal das Geld und die Anträge zur Seite. Betont laut erklärte ich jetzt dem Grenzer, dass doch 40$ pro Person ausreichen sollten? Das war ihm offenbar zuviel, der eine Typ zwei Köpfe größer und die kleine Frau die jetzt auch lauter wird. Und beide gehen einfach nicht. Er verließ den Raum. Der eine von den beiden Untergebenen, der außer Kopfrechnen auch das deutlich bessere Englisch sprach, bat uns dann draußen auf unser Visum zu warten. Hätte man auch gleich so machen können… 5 Minuten später hatten wir das kambodschanische Visum und 20$ Rückgeld – die dubiosen 7$ für was auch immer hatte er sich wohl nicht getraut zu behalten. Wir wissen inzwischen, dass die 30$ tatsächlich der richtige Preis sind, das hätte er uns ja bloß mal zeigen sollen. Aber was solls, Stempel holen und wir waren drin.

Uns war ein Strand in der Nähe von Sihanoukville empfohlen worden, der war nur leider vollgebaut mit Pensionen und hübsch mit Blumenbeeten und „nicht befahren“ Schildern zur Straße abgegrenzt. Zwischen all den Häusern fanden wir ein leeres Grundstück, gut genug für eine Nacht. Im Restaurant nebenan gönnten wir uns dann einen Touriabend… Burger und Bier mit Blick aufs blaue Meer.

15.03. Thailands Küste

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Rosa Ministühle für alle!

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Lieblingsfarbe

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Blau auf Blau vor Blau

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„Duftbäumchen“ für den Rückspiegel

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Ob Bounty das auch so tol fände?

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Wer da wohl die Aufstellung bestimmt hat?

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Plitsch Platsch…

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der Mann, der Hund und das Meer

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Strandspaziergang

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Mag ich dich?

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Ja! Fang mich, wenn du kannst!

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Durian – König der Früchte – Stinkfrucht

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Blick nach hinten…

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Blick nach vorne…

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Fischer

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Dorfidylle

Wenn ich so zusammenfasse, muss ich feststellen, dass Thailand irgendwie langweilig war. Obs daran lag, dass alles so ähnlich wie bei uns ausgebaut ist? Oder weil wir bewusst nach ruhigen Orten suchten? Vielleicht eine Kombination aus beidem… Berichte von befreundeten Reisenden bestätigten jedenfalls diesen Eindruck. Ein bisschen schade war es ja schon, dass wir keine Zeit mehr für den Süden und die dortigen Strände hatten, aber die Entscheidung war gefallen. Zurück durch China und die Mongolei zu fahren würde auch etwas Zeit in Anspruch nehmen, allein die „kurze“ Tour durch China ohne große Schleifen für Sehenswürdigkeiten bedeuteten gute 4000km. Unser eigentlicher Plan von Malaysia nach Deutschland zu verschiffen, um keinen „Heimweg“ zu haben, wurde mit zurückgelegter Strecke immer unattraktiver. Fühlte sich einfach an wie „cheaten“ (sorry, mir fällt kein passender deutscher Begriff ein), als wäre die Tour nicht komplett. Da China der gleiche Spaß ist wie in Myanmar, ich sag nur Gruppenreise, hatten wir einen festen Termin für diesen Grenzübergang. Bis dahin blieben 6 Wochen für ganz Südostasien.
Unser nächstes großes Ziel war die berühmte Tempelanlage in Siem Reap: Angkor Wat, dem ein oder anderen vielleicht ein Begriff wenn man Lara Croft – Tomb Raider gesehen hat. Es ist jetzt schon ein paar Jahre her, dass ich den Film gesehen hab, aber schon damals war ich von dem Tempel begeistert. Ich glaube jeder von uns hat so seine eigene Liste mit Dingen die er mal tun oder sehen will, im Englischen gerne als „bucket list“ bezeichnet. (die Übersetzung „Eimer Liste“ klingt so holprig und „imaginäre Liste der Dinge die ich mal tun will“ ist so lang…) Angkor Wat stand also schon ziemlich lange auf meiner Liste, aber nie hätte ich geahnt, dass ich da so schnell hinkommen würde. Nun ja, von Bangkok aus waren jetzt erst mal noch einige Kilometer zwischen uns und Siem Reap. Außerdem wollten wir die Chance nutzen um noch ein paar Tage am Strand zu verbringen, sobald wir nach Norden abbiegen ist das nächste Meer auf der Route die Ostsee… Eine kurze Anfrage in einer Overlandergruppe in Facebook später, hatten wir ein paar  Stellplätze und eine Einladung uns mit anderen Reisenden zu treffen. Die waren aber noch in Kambodscha.
Unsere Strecke bis zur Grenze war eher unaufgeregt, viele nette Stellplätze aber keiner herausragend, so dass uns das weiterfahren nicht schwer fiel. Einer der Plätze war eine Navy-Schule. Das fanden wir aber erst am nächsten Morgen dank Google heraus – es war recht spät geworden und wir noch zu weit vom nächsten Strand entfernt, so dass wir einfach mal rechts abbogen und in einem abgesperrten Bezirk landeten. Man musste am Eingang ein Pfand hinterlegen, Führerschein oder Pass oder ähnliches und bekam dafür eine Eintrittserlaubnis. Im Glauben, dass das eine Zone für Touristen oder so ist, fuhren wir also rein und fanden einen hübschen Schlafplatz. Bounty traf zum ersten Mal seit dem Biss wieder auf fremde Hunde. Zum Glück alle nett (wie eigentlich alle bisher, außer eben eine) und schnell spielte sie mit einer, die wir wegen ihrem Stiernacken und der Kurzhaarfrisur, Major Maggy tauften.
Dass ich gerne exotische Früchte probiere, ist eventuell schon mal aufgefallen – hier in Thailand war es an der Zeit die Durian zu testen. Bekannt auch als Stinkfrucht, wird aber auch als König der Früchte bezeichnet. Ich finde den ersten Namen passender… eine Mischung aus Zwiebel, Knoblauch und Vanille verbreitete sich im Bus und wurde beim Öffnen dann richtig intensiv. Das Geschmackserlebnis war spannend, ein intensiver Geschmack, tatsächlich sehr passend zum Geruch nach Zwiebel und Vanille, aber von der Konsistenz wie Scheiblettenkäse. Wir waren uns einig, einmal probieren reicht. Von den Mangos waren wir dafür deutlich mehr begeistert, die thailändischen sind gelb und haben einen etwas größeren Kern als die Sorte die es bei uns im Supermarkt gibt. Und es gibt Mini-Mangos, etwa so groß wie eine Kiwi und noch etwas aromatischer als ihre großen Verwandten. In einer halben Woche hatten wir den Weg bis zur Grenze zurückgelegt. Zeit sich von den Großmärkten und schnellem Handyinternet wieder zu verabschieden…

15.02. Heiße Nächte in Bangkok

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Zurück in der bunten Welt des Konsums

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Endlich wieder vereint ♥

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Wiedersehensfreude :)

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Ulf trafen wir unterm Truck an…

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Ziplining über den Fluss

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Peeling für die Mädchen…

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Unser kleiner Seehund, also Flusshund oder so…

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Ja wen haben wir denn da?

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Jo und der kleine Tintenfisch

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Hihi… die zwei haben gebremst und sind hängen geblieben

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Keiner weiß wo der Zettel her kam…

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Rippchen…omnom

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Farmarbeiter

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Zipline-Spaß

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Alle parken auf der Insel „Jo“

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Zurück auf den Straßen Bangkoks

Von unserem Aufenthalt in Bangkok kann ich nicht viel Spannendes berichten. Wir ließen Bounty endlich Blut nehmen, um es auf Tollwut-Antikörper testen zu lassen. Für die Einreise in die EU muss da ein bestimmter Wert erreicht werden. (Sie hat mehr als erfolgreich bestanden). Der Tierarzt wollte dann umgerechnet 300$ haben… Auf Nachfrage was denn die einzelnen Teile sind, kam dann raus dass die Hälfte davon nur dafür sind, dass er das zur Post trägt. Denn die Preise für Labor und Fedex waren uns bekannt. Für den Preis konnten wir das auch selbst. Mit dem Einfühlungsvermögen einer Tiefkühltruhe nahm er dann Blut ab und packte es uns ein. 5 Minuten – 50$. Und da sag mal noch einer, Fotografen hätten einen soo hohen Stundenlohn. ;)
In der chinesischen Botschaft wollten wir dann unser Visum beantragen… Nach 6 Stunden Wartezeit und abwechselnd Zeit bei Bounty im Bus (38° im Schatten) wurden wir dann aufs unfreundlichste angebellt „Flight ticket“ und „Hotelreservation“. Die zuständige Beamtin wollte weder zuhören noch verstehen, dass wir eine gebuchte Tour über den Landweg hatten. Nichts mit Visum. Also am nächsten Tag nochmal hin, diesmal mit einer noch hübscheren Buchungsbestätigung mit Hotelliste, nicht aus dem Programm abgeschrieben, sondern mit Briefkopf der Agentur. Wir hatten dann eine nette Dame, die das Konzept verstand und uns direkt die nötigen 18 Tage zusagte. Abholen am Montag. Nach zwei schlaflosen Nächten in dieser viel zu heißen Stadt waren wir sehr froh, dass wir sie verlassen konnten.
Ulf hatte uns geschrieben, er stand etwas nördlich von Bangkok in einem kleinen Klettercamp am Fluss. Das klang perfekt für ein langes Wochenende. Nachdem wir kaum noch abkühlten, lockte uns der Fluss und Bounty würde Mutlu wiedersehen. Schon auf dem Weg aus der Stadt wurde es merklich angenehmer. Könnte aber auch am Fahrtwind gelegen haben.
Im Camp angekommen konnten sich die Fellnasen kaum noch beruhigen, das Rudel war wieder da. Zu zweit buddelten sie sich dann ein Loch unter Rouletout – schön schattig und kühl von unten. Wir verbrachten die Tage mit Schwimmen, Spaß an der Zipline über den Fluss, Jo ging mit den anderen beiden Klettern, wieder Schwimmen und abends wurde gegrillt.
An dem Camp gab es noch zwei andere Hunde, ein Rüde und eine Hundemama. Schon am ersten Tag warnte mich die Campbesitzerin ihr nicht zu nahe zu kommen, sie wäre sehr agressiv. Ich weiß ja nicht, aber ich bin der Meinung, wenn ich ein Camp betreibe, in dem auch kleine Kinder zu Gast sind, dann sollte ich mich drum kümmern, dass meine Hunde keinen Blödsinn treiben können. Zum Schutz der Gäste und damit der Hund weniger Stress hat. Sah die gute Frau wohl anders, aber fragen konnte ich sie nicht, weil sie leider kein einziges Wort Englisch sprach. Auf dem Weg zwischen Fluss und unseren Gefährten kamen wir immer an dem Restaurant vorbei, in dem die zwei Hunde wohnten – die ersten zwei Tage problemlos. Bis wir nachmittags auf dem Rückweg wieder dran vorbei mussten und die Hundemutter von hinten angeschossen kam und ohne Vorwarnung Bounty in den Rücken biss. Das hatte mit „Beschützerinstinkt“ nicht mehr viel zu tun. Mutlu war eigentlich schon vorbei, hörte sie aber fiepen und sprang zurück um seine Kleine zu beschützen. Er pinnte die Hundemutter auf dem Boden fest bis Bounty weit genug weg war. (Ja, der gleiche Mutlu, der am Anfang Angst vor Bounty hatte…) Die saß dann am Auto und fiepte immernoch. Der rote Fleck am Rücken war recht eindeutig.  Von der Besitzerin der Hundemutter kam kein Kommentar. Ich bin mir nicht sicher ob sie draus gelernt hat bzw. überhaupt verstanden, dass das in ihrer Verantwortung lag. Bounty wurde jedenfalls die nächsten Male auf Jos Schultern dran vorbei getragen.
Nach diesem Wochenende ging es dann Montags wieder zurück, Pässe abholen. An der Botschaft lernten wir dann, dass die Informationen nicht mit der Realität zusammenpassen. Dort hieß es bis 12 Uhr ist Abholung, am Gebäude war es dann nur halb 12. Ärgerlich. Bis sie dann um 2 wieder öffneten, nutzten wir die Zeit und suchten eine VW-Werkstatt auf. Hier standen einige Busse und Jo fand endlich die richtige Seitenscheibe. Unsere Plexiglaslösung aus Indien war somit Geschichte. Jetzt noch schnell die Pässe geholt und endlich fertig mit Bangkok.

15.01. Hallo Thailand.

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Der erste Eindruck….

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Jackfrucht

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So ein Parkplatz ist schön schattig

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Deluxfrühstück

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Shrimps Overlanderstyle

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Olli meinte mal er mag eigentlich keine Hunde… alles klar ;)

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letztes gemeinsames Abendessen

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Kuckt mal, ich hab Schlamm gefunden!

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Wieee, wieder abwaschen?

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Frisch gebadet schmeckt der Joghurt noch besser…

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Bangkok City…

Der Kontrast hätte nicht größer sein können, waren wir gerade noch durch die Baustelle gefahren, auf der sie mit Händen den Teer zerbröckeln, fanden wir uns hier auf einer Straße mit Beleuchtung, Markierungen und großen Pickups wieder. Wir waren Zeitreisende. Zumindest fühlten wir uns so. Ulf und Berna verabschiedeten sich direkt hinter der Grenze, sie waren offensichtlich froh mal wieder ihre Ruhe zu haben. Und ich kann es ihnen nicht verdenken. Mit dem Rest der Truppe ging es erstmal noch Abendessen, dunkel war es eh schon. Jo probierte Frosch und fand es eher langweilig. Auf einer Wiese fanden wir dann einen Schlafplatz, fast schon ungewohnt so ohne Hotel daneben. Am nächsten Morgen verabschiedeten sich dann die 4 Ostfriesen mit dem Landrover. Sie wollten in drei Tagen von Bangkok aus nach Deutschland verschiffen, um mit dem Rucksack weiter zu reisen.
Und wir? Wir machten uns mit den zwei Mopeds im Schlepptau auf zu einem Supermarkt. Der makro-Markt war dann nicht nur super, sondern gigantisch. Er war ein Großmarkt und wir erschlagen von so viel Auswahl. Bei einem Blick auf die Preise wurde die Auswahl dann aber schnell wieder kleiner… Schade das fotografieren hier verboten war, die Kühltheke mit frischem Fisch, Krabben, Shrimps und Fröschen hätte ich euch gerne gezeigt. Die Fleischtheke stand dem dann auch in nichts nach – hier gab es alles was an einem Huhn so verwertbar ist – vom Brustfilet bis zu den Füßen. Und es gab Knochen – große Schweineknochen, perfekt für einen kleinen Hund.
Wir nahmen genug mit für ein Luxusfrühstück und blieben dann einfach auf dem Parkplatz. Die Thais kuckten zwar etwas komisch, aber niemand sprach uns an. So gab es dann Shrimps, Bacon, Spiegeleier, Baguette, Butter, Milch und Orangensaft. Und was man sonst noch so fürs Frühstück braucht.  Auf das kleine Gläschen Nutella für 6 Euro hatten wir dann aber verzichtet. Shrimps für 3 Personen waren günstiger… Frisch gestärkt und mit voller Vorratsbox ging es dann weiter. Der Stellplatz am Wasserfall der uns empfohlen worden war, lag leider in einem teuren Nationalpark. Da hatten wir gerade keine Lust drauf und machten uns auf die Suche nach einem hübschen Plätzchen. Erfolgreich parkten wir an einem kleinen See. Bounty bekam ihren Knochen und wir eine verdiente Pause. Am nächsten Morgen trennten sich dann doch die Wege, Olli und Coco wollten sich im Norden Thailands die Serpentinen fahren und auf uns wartete Bürokratiespaß in Bangkok.

14.15. ein letzter Tempel in Myanmar

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Hühnchentransporter

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Freundschaftsbänder? Rituelle Geste?

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Traditionelle Kopfbedeckungen

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da(mit) mal ein Wochenende Urlaub machen…

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affiges Portrait

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coole Typen

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Toilet

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Wandverzierungen

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in der dunklen Höhle

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die Spenden werden hier protokolliert

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Mutlu hat die Affen entdeckt

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junger Mönch

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Bounty hat einen herumliegenden Fisch „gejagt“

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das süße Besenteam

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der Tempeleingang

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ein atemberaubender Anblick!

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Licht am Ende der Höhle

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ein letztes gemeinsames Abendessen

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kühle Fliesen sind toll nach einem aufregenden Tag

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Straßenbauarbeiterin (Foto von Jo)

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Coole Sau (Foto von Jo)

 

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alles echte Handarbeit… (Foto von Jo)

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Teerbrocken für die Straße (Foto von Jo)

Unsere letzte Nacht auf burmesischem Boden war in Hpa An. Auf dem Weg dorthin gab es noch eine Höhle zu besichtigen, von der wir befürchteten, dass sie so wenig natürlich belassen ist wie die nächste. Wir behielten Recht, wobei diese hier mit schönen Wandschnitzereien verziert war. Eine Taschenlampe war aber nicht nötig… auch wenn unser Touristenführer anderer Meinung war. Die zweite Höhle lag an einem kleinen angelegten Tümpel, über stufen ging es zum Eingang. Da die Hunde nicht mit rein durften, blieben Jo und Bounty erstmal draußen. Mutlu, der in Indien nicht so gute Erfahrungen mit Affen gemacht hatte, versuchte diese zu jagen, oder wenigstens zu verbellen. So richtig Eindruck schien er aber bei der Affenbande nicht zu machen… In der Höhle gab es dann einen Weg hinter die Buddhastatuen, hier machte die Lampe dann auch Sinn. Dass mich am Ausgang Tropfsteine erwarten würden, hatte ich nicht gedacht. Und bei einem Blick zurück entdeckte ich auch noch eine Ecke mit Fledermäusen.
Wieder zurück erwartete mich ein kleines blumengeschmücktes Felltier… und ein großes Nasses. Mutlu hatte die Gelegenheit genutzt und war im Tempelsee baden gegangen. Abends am Hotel war es dann Zeit für ein letztes gemeinsames Abendessen (Huhn mit Zitronensauce, omnom) und Zeit uns bei Bargyi für seine Mühen zu danken. Obwohl vieles nicht ganz so war wie wir uns das vorgestellt hatten und obwohl wir bestimmt keine leichte Truppe waren, er hatte alles getan was in seiner Macht stand um uns schöne Tage in Myanmar zu bereiten. Wir wussten das er gerne Wiskey trinkt und Mutlu am liebsten behalten hätte… So gab es also ein gutes Fläschchen und einen großen Stoffhund, der Mutlu getauft wurde. Auf seinen Wunsch unterschrieben wir dann noch alle und mit ziemlich feuchten Augen nahm er seinen Mutlu dann entgegen. Morgen stand unser letzter Tag Gruppenreise an – davon die letzten 30km Serpentinen.
Bevor wir uns so richtig auf den Weg machten, hielten wir noch an einem Buddhapark. Hier gab es dann noch ein kleines Missverständnis – Unser neuer Guide erzählte etwas von in 5 Minuten kommt ein schöner See… also machten sich bestimmt die Hälfte der Gruppe auf den Weg, eine lange Treppe nach oben. Als sie eine gute halbe Stunde später wieder da waren, wurden wir von anderen Reisenden aufgeklärt, dass besagter See wohl sehr hübsch wäre, aber noch eine Dreiviertelstunde weiter weg… Bargyi war aufgebracht, weil er warten musste – eigentlich war gemeint, dass wir nur mal 5 Minuten kucken sollen und dann weiterfahren. Blöd gelaufen… wäre wohl nicht passiert, wenn der Guide vernünftiges Englisch gekonnt hätte. Im Eiltempo ging es dann Richtung Grenze… bis uns kurz nach den ersten Kurven der beginnenden Serpentinenstraße eine Baustelle aufhielt. Die nächsten paar Kilometer zogen sich dann für gute zweieinhalb Stunden über den Berg.
Und dann, dann wechselten wir von einer staubigen unbefestigten Straße in einem kleinen Dorf in die moderne Zivilisation mit Straßenlaternen und Supermärkten.

 

14. 14. Tag am Meer

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andere bauen eine Sandburg, Jo buddelt lieber CC ein :D

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Zeit für Meer

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Den klebrigen Stiel der Jackfrucht mit der Machete entfernen

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Stiena

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Little Miss Rosenkavalier

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Volleyball im Sonnenuntergang

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Jo und die pinke Luma

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nach dem Volleyball ist schwimmen angesagt

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Gemeinsam spielt sichs am besten

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Ulf buddelt auch gerne.

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Fotogene aber leider unsympathische Kinder am Strand

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Lili ist sonnenbaden

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kurze Besprechung vor der Weiterfahrt

Wie so ein Tag am Strand aussieht, brauch ich wohl nicht beschreiben… Schwimmen, Sonnen, Essen, wieder Schwimmen, mit Bounty rennen und abends mit einem kühlen Bier am Lagerfeuer anstoßen. Nur Lagerfeuer hatten wir keins. Am ersten Abend gingen wir dann relativ früh ins Bett, während ein Teil der Gruppe noch zusammen saß. Bis Mitternacht. Dann saßen wir im Bett, weil ein ehemaliger Feuerwehrtruck seine Sirene demonstrierte und Knalltüten ein paar Kracher warfen. Direkt gefolgt von einem Happy Birthday Ständchen. Dass ein kleiner Hund bei uns im Auto schlief, hatten sie vergessen. Ups. Der kleine Hund steckte den Lärm aber gut weg und schlief dann einfach weiter, während alle anderen nochmal ins Meer rannten. Nach dem Frühstück ein paar Stunden später machte Jo sich dann mit Bargyi auf den Weg, um unsere Reifen zu reparieren. Und ich mich mit Berna auf, um endlich noch ein Geschenk für Jo zu finden – ein Longyi sollte es werden, der traditionelle buddhistische Wickelrock. Bisher hatte ich keine Gelegenheit mal alleine einzukaufen… Wieder zurück berichtete er mir dann stolz, dass er sich gerade selbst einen gekauft hat… Naja, jetzt hat er also zwei davon.