Claudia Christine

Das bin ich, Claudia Christine und meine Entstehungsgeschichte:
Zunächst mal war der Plan den DJ Wasserboxer mit 112PS/Super Plus durch einen Subaru Boxer mit 150PS/Super zu ersetzen.
Den Plan hatte ich schon bevor ich überhaupt den Syncro hatte.
Gesagt getan. Subaru besorgt, Motor ausgebaut und überholen lassen. Alle Anbauteile inklusive Custom Kupplungsglocke, Eingangswelle und 240mm Kupplung vom Impreza STI besorgt und eingebaut.
Für den großen Motor hab ich, wenn man schon mal dran ist, gleich noch das Getriebe neu gemacht, d.h. kürzeres Getriebe für den hochdrehenden Boxer besorgt, grobverzahnten 3ten und 4ten Gang, SA Ölleitblech, Nadellager mit Metallkäfig, US-Doppelkegelrollenlagerspannmutter, Ölkühleranlage usw.
Bei den ganzen Getriebe Umbauten hab ich einen kleinen Fehler übersehen, der dann dafür sorgte, dass ich das Getriebe noch 3 mal ausbauen durfte. Die ersten beiden Male hatte ich Symptome repariert, aber den eigentlichen Grund nicht gefunden.
Erfahrung lässt sich halt doch durch nichts ersetzen.
Eingebaut, Zahnriemen war falsch drauf, Kat glüht, so darf das aber nicht. Zahnriemen gerichtet. Motor lief.

Fahrvergnügen war großartig. Spritverbrauch mit ~18-26l/100km auch.
Fehler wurden gesucht und nicht gefunden. Irgendwie war ich dann ganz froh als der Subaru auf der Rückfahrt vom Mammutpark den Geist aufgegeben hat.
Dreck scheint einen Weg ins Öl gefunden zu haben, dass sich so inSschleifpaste verwandelt hat und einen erneuten Lagerschaden herbeigeführt hat.
Wie der Dreck da rein kam ist mir immernoch ein Rätsel. Ich hab auch beim ausbauen und zerlegen des Motors keinen Weg gefunden.
Das war also der Erste Streich.

Den kompletten Subarukram hab ich dann für einen Spottpreis verscherbelt, an jemanden der den Motor wieder aufbauen wollte…
Ich hab leider nie wieder was von ihm oder dem Projekt gehört….

Der zweite folgte dann so gleich 1,9 mTDI sollte es werden. Anbauteile besorgt, Motorhalter geschweißt, Tank getauscht.
Das kurzes Getriebe, dass ich für den Subaru aufgebaut hatte, wurde wieder ausgeschlachtet und alles in mein altes langes Wasserboxer Getriebe wieder eingebaut.
Ich hatte ja inzwischen auch eine gewisse Erfahrung vorzuweisen ;)
Lange Rede, kurzer Sinn: Der mTDI hatte nie die vom Pumpenbauer versprochenen 110-150PS.
Die Leistungsmessung ergab runde 80PS mit übelst unharmonischem Drehmoment im unteren Bereich.
Wieder ein Fehler der bis heute nicht gefunden wurde.
Mein heimatlicher Pumpen Spezi baute eine zweite Pumpe. Der unharmonische Sprung war weg, der Service Super.
Die Leistung im oberen Bereich hat sich trotzdem nie wie geplant eingefunden.

4 Wochen vor der Abreise hab ich die Notbremse gezogen und einen 3ten, nun hoffentlich letzten Motorumbau beschlossen.
Diesel sollte es bleiben, TDI sogar. Aber meine 110PS wollte ich haben.
Seat Ibiza 2 mit AFN-Motor besorgt ausgebaut, eingebaut: Verdammt, wenn der VTG-Lader bleiben soll dann muss der linke Motorhalter ganz neu/ganz anders.
Wir können ja schweißen…. (Schöne, imho einzig vernüftige Lösung unter viel Murks mit einem hängenden Hydrolager vom T4 gefunden und eiskalt nachgebaut.)

Bis auf eine Kleinigkeit (Luftmassenmesser defekt – Vmax = 23km/h – Durch Diode Ersetzt – Läuft) scheint dieser Motor jetzt zum allerersten Mal das zu tun, was er soll: komplett unauffällig laufen….

Irgendwie hab ich jetzt viel geschrieben und mich in die Motorengeschichte verheddert.
Na gut, Getriebe war auch dabei.

Direkt zu dem Komplex gehört noch der Iqoron Luftfilter den ich nach vielen halbgaren Lößungen im Mann+Hummel Programm gefunden habe.
Eine selbstreinigende Zyklon Vorstufe mit 2 stufigem Papierfilter aus dem Bau/Erntemaschinenprogram sollte für Wüstenstaub und staubige Pisten durchaus geeignet sein.

Auf der anderen Seite des Antriebsstrangs:
Ich hatte die alten Gleichlaufgelenke, mit unbekannter Laufleistung, vorsorglich durch Neue ersetzt. Im Laufe der ersten 10.000 km hatte ich vier von sechs Gelenken wieder durch die alten Gelenke und Manschetten ersetzt. Es war eindeutig an der Zeit sich von den 100mm Gelenken zu verabschieden und sich mit den 108mm Gelenken zu beschäftigen.

Es blieben zwei Lösungen übrig. Für hinten: entweder 16″ Gebrauchtteile => unbezahlbar, oder den Umbausatz, den die Amerikaner anbieten. Der war zwar auch teuer, aber imerhin komplett, machte also das Rennen.
Gekauft, verschifft, geflucht: Die Ammis haben den Mist doch tatsächlich mit Zollschrauben gebaut. Und die tarnen sich noch ganz unauffällig als M10 mit 10er 12kant Kopf. Dass das kein M10 war, hab ich gleich gesehen. Das das kein 10er 12kant Kopf war, erst nachdem ich die erste Schraube rund gedreht hatte.
Wir kennen das ja schon: Alles wieder raus. Ami Zollscheiß zugeschweißt und neue M10 reingeschnitten. Alles wieder rein => läuft.

Aber vorne gibts ja nochmal zwei so blöde Gelenke… Der 16″er hatte innen aber auch nur die kleinen Gelenke. 16″ ATW waren also keine Option. Der Audi 200 Quattro Turbo sollte vornelLinks eine ATW haben die genau passen würde. Für 108er Gelenke innen und Syncro 16″außen.
Das klang doch gut. War aber in den letzten 3 Wochen auch mit großem Aufwand nicht zu kriegen. GKN verlangt 2000€ pro Custom Welle, da gibts nur eins: selber ran an die Drehbank. Wellen gedreht aus Vergütungsstahl 1.2312, Verzahnung ausgemessen und drauf erodiert.
Wellen zum nitrieren geschickt (Das ist Härter als Härten, geht weniger in die Tiefe und verursacht nahezu keinen Verzug). und wieder einmal ärgere ich mich über meinen Beruf: Die Gelenke waren so genau eingepasst, dass sie nach dem Nitrieren nicht mehr auf die Wellen gingen…
3 Stunden Einschleifen sind die gerechte Strafe für übertriebene Genauigkeit. Nachdem die Wellen auch den Härtetest bestanden haben, dürfen sie bleiben ;)

Damit ist der Antriebsstrang nun im Wesentlichen abgehandelt.

Zusatztanks… aus der Subaru Ära blieben natürlich verbaut. Plötzlich hab ich statt 1000km Reichweite runde 2000km. Auch nicht schlecht;)
Das Schiebedach aus dem Ford Ka: Irgendwo im Netz gibts Bilder von mir mit grenzdebilem Grinsen als ich das Dach großflächig mit der Flex aufschneide, um die Unterkontur des Knubbeldaches neu zu laminieren. Das beschreibts wohl ganz gut…

Die Reserveradträger sind ein Eigenbau (nur die Rohre hab ich dann doch vom Profi durchschweißen und verputzen lassen.. Die machen das den ganzen Tag und können das doch irgendwie sauberer als ich.)
Beim Design hab ich mich an eine Aussage von meinem TM Prof. Sienel erinnert: Meine Damen und Herren, Sie müssen sich klar machen, wo die Kräfte entstehen und wie sie die weg kriegen! Hab ich gemacht: Die Kräfte gehen direkt nach unten in die Anhängerkupplung….

Was bleibt noch, das wichtigste ist durch. Der Katadynfilter und die Druckwasserpumpe tun bisher was sie sollen=> Trinkwasser machen.
Der Kühlschrank (Waeco 40l Kompressor) tut auch was er soll => Bier kalt machen.
Die Heizung (Webasto Airtop Evo 3900 bzw Evo 40 (Nach der Diesel Umrüstung)) tut auch was sie soll: Weibchens Füße wärmen ;)
Der Bordcomputer mit GPS NAvigation auf Open Street Maps tut sogar hervorragend was er soll: Bisher kannte die Karte jeden kroatischen Feldweg. Das ist schon praktisch, wenn man genau weiß an welcher Kreuzung auf dem Feldweg man gerade steht und wo die Wege weiter gehen…
Zusatzlichter: Haben wir auch. Braucht aber wirklich kein Schwein.

Schließen möchte ich den heutigen Aufsatz mit einem (sinngemäßen) Zitat von Jo (aus Dresden):
Das schwierigste überhaupt, sind weder Motor noch Getriebe- das schwierigste ist es, loszufahren!
Er hatte recht!

CContour-weltreise-vw-bus-t3-Original

Vorher – ein Krankenwagen (Benziner)

CContour-weltreise-vw-bus-t3-DSC_0175

Nachher.. (also, fast nachher, eher mittendrin, aber fahrtauglich)

Hier etwas mehr Details:

CContour-weltreise-vw-bus-t3-IMG_2625

Heckansicht – vorher

CContour-weltreise-vw-bus-t3-DSC_0102

Alles muss raus

CContour-weltreise-vw-bus-t3-Sandstrahlen

Nein, keine zwei Schiebetüren – die Seitenwand musste ersetzt werden

CContour-weltreise-vw-bus-t3-DSC_1793

Lackierung die erste – spannend dass die Grundierung für weiß, schwarz ist…

CContour-weltreise-vw-bus-t3-DSC_1803

Lack fürs Dach

CContour-weltreise-vw-bus-t3-IMG_2627

Motorraum vorher

August-1013

Bus fertig – als Dieselfahrzeug

Motorraum aktuell

Motorraum aktuell

August-1057

mit Sandblechen und Zyklon Luftfilter

August14-1071

mit Schiebedach aus einem Ford Ka, Solaranlage und Ersatzreifen

 

 

 

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