16.02. Poolpause

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Danke Laura für das schöne Bild!

Kampot heißt die Stadt, in die wir unseren nächsten Wegpunkt setzten. Angelockt von Laura und Chris, zwei Motorradreisenden, die in einem Bungalow dort in der Nähe waren. Laura hatte mich in Facebook angeschrieben, ob wir in die Nähe kommen würden und was ich von einem Treffen halten würde… Sie fragte auch direkt bei den Besitzern der Bungalows nach, ob es ok wäre, wenn wir dort campieren. Das war für eine kleine Parkgebühr in Ordnung und uns lockten der Pool und Hängematten. Laura ist freie Autorin für Reisethemen und Chris(topher Many) ist der Autor von „Hinter dem Horizont links“ – ein Buch über seine 8jährige Reise mit seinem Landrover Mathilda. Nicht nur ihre unglaublich langsame Reisegeschwindigkeit, sondern auch die Tatsache, dass sie durch China ohne Guide gefahren sind, macht die beiden ein bisschen berühmt unter Overlandern. Außerdem hatten Olli und Coco schon von den beiden erzählt und so waren wir doch neugierig, wer und wie die zwei in echt sind. Und ich muss sagen: wundervoll. Voller Wissen, Lebensfreude und Neugierde auf alles war jede Unterhaltung eine Bereicherung. Und obwohl die zwei ihr nomadisches Leben schon eine ganze Weile führen, kam nie das Gefühl auf, dass wir nicht ernst zu nehmen wären. Das Gefühl hatten uns andere Reisende durchaus schon vermittelt, nur weil sie halt schon mal auf Reisen waren und deswegen ja so unglaublich viel mehr Lebenserfahrung haben. Die zwei hier waren angenehm bodenständig und bei einer der vielen Runden im Pool stellte Laura dann fest, ich bin wohl auch Italienerin – zumindest wenns ums Essen geht.

Unsere Zeit im Bohemiaz EcoResort war ein willkommener Urlaub nach dem doch stressigen Indien, Myanmar und der Hitze in Bangkok. Als kleine Abwechslung zum Reisen gönnten wir uns dann auch den Luxus nicht selbst zu kochen… das englische Frühstück war aber auch richtig lecker. Immerhin waren die Besitzer Brian und Michelle (Vater und Tochter) aus England. Michelle hatte auch zwei Hunde, Buddy und Boston, im gleichen Alter wie Bounty… ganz schnell fetzen die drei um die Bungalows und über die Nachbarwiese.

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Bodysurfen…

Einen Nachmittag luden wir die beiden dann in den Bus und fuhren zu den „Stromschnellen“ am Fluss. Das war etwas weniger romantisch als es klang, aber eine willkommene Abkühlung. Im Vergleich zum Pool war das Wasser hier eiskalt. Bei der Strömung aber auch keine Überraschung. An Ästen die in den Fluss ragten waren Seile angebunden, hier konnte man sich festhalten und dann „bodysurfen“…

Laura kannte überall die guten Restaurants – so dass wir erfrischt weiter nach Kampot in eine Creperie fuhren. Ein Schwarzwaldcrêpe mit Schinken und Béchamelsoße und für mich einen mit Pilzen und Schinken, die waren einfach nur lecker. Zum Nachtisch dann noch einen Nutellacrepe mit Eis. Herrlich dekadent. Am nächsten Tag probierten wir dann in der Stadt die angeblich besten Rippchen Kambodschas… Ich denke, das stimmt. Sie sahen zwar nicht aus wie man sie kennt, aber saulecker. Und Bounty freute sich wie eine Irre über die Knochen.

Nachdem wir so langsam wieder erholt waren, kam der Vorschlag von Laura die „Bokor Hill Station“ zu besichtigen. Ein altes verfallenes Gebäude auf einem Hügel in der Nähe. Direkt daneben hatten die Kambodschaner wohl noch ein Hotel mit Casino gebaut, ein großer Komplex der schon anfing zu bröckeln bevor er je richtig genutzt werden wird. Eigentlich wollten wir dort hoch fahren und dann nicht zum Resort zurück. Was das „eigentlich“ bedeutet, könnt ihr vermutlich raten. Laura und Chris machten also ihre Pixie und seinen Puck fahrbereit und los gings. Nachdem wir das Haus gesehen hatten, leider war es wohl erst vor kurzem gesäubert worden – alles war aufgeräumt und grauer Beton, trafen wir uns am Casino wieder. Die kleine Zwiebel Quiche und der Beef Pie waren zwar klein, aber super lecker. Die Atmosphäre hier war seltsam, schon lange hatten wir uns nicht mehr so fehl am Platz gefühlt. Dass es ca. doppelt so viele herausgeputzte Angestellte waren, wie Besucher, machte die Stimmung nicht weniger komisch. Im Casino durfte man leider nicht fotografieren… denn während Jo den nächsten Gebäudeteil erkundete, probierten sich Laura und Chris an einer der Slotmaschinen. Aus einem wurden 3 Dollar und Laura stellte grinsend fest, dass es gut ist, einen Vernünftigen wie Chris dabei zu haben der sie bremst. So richtig trennen konnten wir uns dann doch noch nicht… und schwupps sprangen wir schon wieder alle in den Pool. Morgen aber, ganz bestimmt, da würden wir weiterfahren.

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