14.13. Der berühmte goldende Stein

März-3949

was der Dicke erfolgreich schafft, schaffen wir auch…

März-4003

hier werden Blöcke für den Bau gepresst

März-4015

rauchender Mönch, beobachtet bei einer Mittagspause

März-4061

Tim müde, Tim geht schlafen…

März-4033

Mutter? Schwester? Tante? Jedenfalls nicht begeistert…

März-4069

Wer will fleissige Handwerker sehn?

März-4067

junger Beobachter der Bremshebelreparatur

März-4076

Romeo oh Romeo…

März-4119

Der Beweis dass das Betelnuss kauen einfach nicht attraktiv macht

März-4226

„Kuck, ich hab auch ein Flauschtier“

März-4185

Sonnenschutz und Verkaufsstand in einem

März-4168

Hrrhrrr… jaaa, genau da!

März-4233

Typische Müllentsorgung

März-4241

junger Mönch

März-4276

auch dieser Laster ist voll

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ein Stück des Fußwegs

März-4296

einer der Almosen sammelnden Mönche

März-4307

Da ist der Stein.

März-4349

Jo und der Golden Rock

März-4381

ob die Schuhe bequem sind?

März-4413

Durian und dahinter Jackfrucht

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eine Tempelanlage in der Ferne

März-4495

junge Nonnen beim Sammeln der Essensspenden

März-4487

Arbeiterin auf einer der Baustellen

März-4456

das ist MEINE Melone…

März-4434

unser neuer Guide ist auch hoch motiviert…

Unsere Fahrt zum „Golden Rock“ führte uns durch hübsche Hügel und kleine Dörfer. In einem von diesen war die Straße gerade mal wieder eher Sandkasten als Weg und schwupp, da lag der Olli auch schon. Die Kurve führte einen Hügel hinunter und wie uns dann ein paar Anwohner erzählten, legten sich hier täglich um die 5 Mann hin. Olli war allerdings der erste Ausländer. Bei dem Sturz war blöderweise der Bremshebel abgebrochen, ohne den war eine Weiterfahrt erstmal nicht drin. Aus einem „na, zum Glück hab ich den als Ersatz dabei“ wurde dann ein „verdammt, das ist der für die Kupplung“ und die Frage, „wo krieg ich jetzt einen Bremshebel her?“. Bei 40° im Schatten wurde dann im wahrsten Sinne fieberhaft nach einer Lösung gesucht – gefunden wurde dann ein Stück Bambus. Es wurde geschnitzt, geklebt, gefeilt und letztendlich auch wieder gebremst. Mit dem handgefertigten Spezialbremshebel ging es dann weiter.
Ca. 1 Stunde von unserem Ziel entfernt dann die nächste Verzögerung… Asiatische Motorradfahrer sind eine seltsame Spezies, wir haben seit Indien den Eindruck, kaum am Lenker verlieren sie den Überlebenssinn und gesunden Menschenverstand. Ohne Helm zu fahren ist hier verbreitet, viel schlimmer finden wir aber, dass auch keiner mehr kuckt – da wird einfach überholt, rausgezogen und die Straßenseite gewechselt. Der Hintere wird schon kucken. Einer dieser Mopedfahrer war auf entgegenkommender Spur viel zu schnell unterwegs. Als Ulf ihm da in der Kurve mit seinem großen Truck entgegenkam, bekam er Angst und veriss den Lenker. Soviel zum Bericht aus Rouletout. Wir sahen nur zwei Typen die auf der Straße standen und ein schnell rutschendes Moped. Zu schnell um auszuweichen. Einen lauten Schlag später – und ein Burmese hatte einen großen Schrotthaufen und wir den nächsten Platten. Außerdem saß Bounty auf meinem Schoß. Wie sie es macht, quasi noch während des Knalls auf meinen Schoß zu hüpfen, ist mir noch immer ein Rätsel… Dass es wohl sein Fehler war, war dem Burmesen wohl sehr bewusst, noch bevor wir mit ihm reden konnten, war er mit dem Moped weg. Schiebend allerdings. Unser Vorderreifen war von der Felge durchgestanzt… das war nicht zu flicken. Wenigstens haben sich so unsere beiden Ersatzrades bezahlt gemacht. Jetzt mussten wir nur wenigstens eines davon wieder einsatzfähig machen, um auch in Zukunft eines in Reserve zu haben.
Aus der Ferne hatten wir den goldenen Stein schon gesehen, dachten wir zumindest. Uns wurde dann erklärt, dass das nur eine Replik wäre und der echte viel größer. Na mal sehen.
Am nächsten Morgen ging es dann zur Lasterstation, die ersetzen hier die Busse. Wir kletterten in das Führerhaus und machten es uns zu 6. hier „bequem“.  Die Ladefläche war schon voll… ca. 50 Personen finden pro Laster Platz. Das hätte uns eigentlich schon Warnung sein müssen, aber wir konnten dennoch nicht abschätzen was uns erwarten würde. Eine Stunde lang quälte sich der Laster mit leuchtenden Symbolen im Amaturenbrett und passender Geräuschkulisse den Berg hoch. Zwischendurch wurde noch kurz Halt gemacht, damit man auch schön spenden kann. Oben angekommen ging es die letzten Meter dann zu Fuß, oder auch in einer Sänfte wenn man das möchte. Die Atmosphäre war magisch und spirituell, ungefähr so sehr wie Verkaufsfernsehen mit Rheumadecken. Rechts und links stehen Verkäufer mit alternativen Heilmittelchen, goldenen Buddhastatuen, Fressbuden und in den sich drängelnden Menschen die bettelnden Mönche. Die sich übrigens nicht bedanken müssen, wenn sie etwas erhalten – sei lieber dankbar, dass sie die Spende angenommen haben. Der Golden Rock selber war dann kleiner als erwartet und Frauen in der Nähe nicht erlaubt. Auf dem Platz davor konnten die Gläubigen ihre Spenden an Buddha ablegen, fast immer eine Obstschale, die dann zwei Minuten später von einem Angestellten in einen großen Müllsack geworfen wird. Religion schön und gut, aber ich finds schwer nachzuvollziehen wie ein Land so unheimlich viel gutes Essen einfach täglich wegwirft. (Bevor jetzt die erhobenen Zeigefinger kommen – ja, bei uns in Deutschland wird sicher auch viel weggeworfen. Aber wir kaufen es wenigstens mit dem Gedanken, dass zu essen was wir kaufen – hier wissen die Menschen dass es dann da steht und verrottet. Im besten Fall fressen es die Affen.)
Wir blieben nicht lange… es standen ja auch noch ein paar zu bewältigende Kilometer an. Und: Strand. Da die Straße nach Thailand eine Einbahnstraße über die Berge ist, deren Fahrtrichtung täglich wechselt, hatten wir einen extra freien Tag. Den würden wir am Meer verbringen. Und: Jos Geburtstag dort feiern. Zusammen mit  Berna, Bargyi und Ali war er jetzt das vierte Geburtstagskind in Myanmar.

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