14.03. Spielen im Sandkasten

Februar-4011

Buddhistische Nonnen

Februar-4059

Frühstück!

Februar-4062

Was ein knuffiges Arbeitsgefährt

Februar-4111

Nein, die sind nicht braun und nicht im Schatten…

Februar-4122

Kurz verschnaufen…

Februar-4136

Soo viele weiße Touristen

Februar-5031

superleckeres Buffet am Tisch

Februar-5046

Baustelle

Februar-5060

Fischmarkt

Februar-5064

So viel Freundlichkeit werden wir vermissen

Februar-4171

Ja, das was da leuchtet ist Rouletout

Der erste Tag in Myanmar begann mit etwas Verwirrung. Wir hatten eine Stadt zum Ziel, aber mehr wussten wir über unsere Route auch nicht… So kam es, dass wir losfuhren und die beiden Moppeds, die eine Minute länger brauchten um loszukommen, verloren. Wir waren nach links abgebogen und damit den Weg den wir am Abend vorher genommen hatten wieder zurück gefahren. Die beiden konnten uns nicht mehr sehen und bogen rechts ab. Falsch war zwar keine der Straßen, aber zur nächsten Stadt gab es mehrere Möglichkeiten. Da wir alle keine Simkarte aus Myanmar hatten, war eine Kommunikation nicht möglich. Wir warteten also auf die beiden, während sie dachten wir wären schon voraus gefahren und versuchten uns „einzuholen“. Da sie zügiger sind als wir alle anderen war aber schnell klar, das kann nicht passen… und während sie versuchten mit lokaler Hilfe Bargyi anzurufen, holten wir sie ein. Endlich alle beisammen ging es Richtung Süden. Ein kurzer Frühstücksstop wurde noch eingelegt, mit dem typischen Frühstück: fried noodles mit Ei.
Dann erreichten wir den schlechten Teil der Strecke: eine lange Sandpiste. Die nächsten zwei Stunden hatten wir richtig Fahrspaß. Mit großer Staubfahne bretterten wir über die Piste und fotografierten uns gegenseitig. Ein paar Mal wurde kurz Melonenpause gemacht, bei den guten 35° im Schatten war eine solche Abkühlung sehr willkommen. Insgesamt waren wir sechs Stunden auf dieser Straße unterwegs, mit abnehmendem Spaß. Ungefähr bei der Hälfte kam so langsam der Wunsch nach einer normalen Straße auf, wobei wir mit unserer CC echt gut dran waren. Im Landrover saßen die vier teilweise mit Mundschutz weil es den Sand durch alle Ritzen reinblies und Olli und Coco mussten auf dem Sand mit den Motorrädern doch deutlich mehr arbeiten als alle anderen.
Dann war endlich das Ende der Piste in Sicht, und noch immer lagen ca. 70km Strecke vor uns. Wir waren direkt hinter dem Guidecar und machten Halt an einer Art Waschanlage und Restaurant. Während der Fahrer des anderen Autos seine Bremsen kühlte und sein Auto wusch, zogen wir es vor uns nass zu machen. Nach und nach trudelten die anderen auch ein und taten es uns gleich. Bis Ulf da war, würde es wohl noch ein paar Minuten dauern und das Restaurant sah nicht schlecht aus. Schnell war beschlossen hier zu rasten und zu essen. Hühnchen und Fischcurry mit verschiedenem Gemüse als eine Art Buffet am Tisch bei dem die Beilagen auf Wunsch immer wieder nachgefüllt wurden.
Wir hatten drei Typen dabei, die es für diese Tour „brauchte“: den Reiseleiter, einen Touristenführer und einen Verbindungsoffizier von der Regierung. Da sich außer Badgyi keiner vorstellte waren es bald nur noch „der Guide“ und Käppi, der Regierungsbeauftragte der ohne seine Mütze nicht gesehen wurde. Alle schlafen nachts in ihrem Einzelzimmer im Hotel und brauchen natürlich zusätzlich Verpflegung und Gehalt… Aber irgendwo müssen die 900$/Person ja hin…
Wir saßen also gemütlich im kühlen Restaurant und hauten uns die Bäuche voll köstlicher Aubergine (und Tomatensauce mit kleinen Fischen soll ich von Jo ergänzen), als Ulf draußen vorbeibretterte. Unser Guide hatte wohl gepennt, da half auch ein nach draußen auf die Straße rennen nicht mehr. Unsere Autos standen etwas weg von der Straße, so dass Ulf uns einfach übersehen hatte. Ups.
In Monywa angekommen brachte man uns wieder auf einen Busparkplatz. Der war aber im Gegensatz zu dem vorherigen laut, voll und absolut ungeeignet um zu zelten. Nach ausführlicher Erklärung warum dieser Platz nicht in Frage kommt, sahen es die drei Verantwortlichen dann ein und brachten uns an den Fluss. Sandstrand nach rechts und links und nur ein paar Beete und Boote zu sehen. Jo und Olli fuhren sich dann schnell noch mal übermütig im Sand fest, im Halbdunkel macht das mit den Sandblechen einfach noch mehr Spaß ;)
Danach folgte ein Bilderbuchabend am Strand, wir probierten das lokale Myanmar-Bier (taugt), Ali und Rasmus hatten Nudeln geholt und mit einem kleinen Rest von Ulfs Motoröl schürten wir ein Lagerfeuer. Außerdem war einfach niemand Unsympathisches anwesend. Klingt banal, aber wenn 10 Personen, die alle keinen Bock auf eine geführte Gruppenreise haben aufeinandertreffen, besteht da schon die Möglichkeit, dass man zumindest einen nicht leiden kann… Mutlu und Bounty hatten sich inzwischen aneinander gewöhnt und fingen scheinbar an Freunde zu werden. Unseren Reiseleiter muss ich jetzt mal noch beschreiben: 37 Jahre, lange schwarze und sehr ölige Haare, Körperspannung nicht vorhanden und immer im Schatten des großen Bruders gelebt (dem die Tourorganisation gehört). Dazu (vermutlich) ein Alkoholproblem und nicht vorhandenes Selbstbewusstsein… Aber den Willen uns eine gute Zeit in Myanmar zu bescheren. Bei der Frage nach seinem Alter kam raus, dass er um Mitternacht Geburtstag hat… Als wir ihm dann ein Ständchen sangen rührte ihn das fast zu Tränen. Noch nie hatte jemand seinen Geburtstag gefeiert…
Nach diesem langen Tag waren wir dann aber doch recht schnell müde und langsam aber sicher gingen die ersten ins Bett. Bargyi wollte dann nur noch schnell Ulf und Berna zu ihrem Truck fahren der etwas abseits stand, da er nicht bis ganz zu uns kleinen herankam. Mit seinem Auto wäre es ja gar kein Problem hier über das sandige Stück zu fahren. Eine kleine Fehleinschätzung die dazu führte, dass Ulf dann doch seinen Truck holen musste um ihn wieder raus zu ziehen… Dann konnten aber wirklich alle schlafen gehen.

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