17.05. Unterwegs nach Vientiane

Laos (2145)

Ja, das ist ein Moped da hinten drauf…

Laos (2143)

Ganz cool mit rotgefärbtem Haar

Laos (2141)

Drachenfrucht oder auch Pitahaya genannt und fast geschmacklos

Laos (2134)

Der Pressack!

Laos (2128)

Der Pressack! Teil 2

Die nächsten Tage passierte nicht viel, wir fuhren von einem hübschen Stellplatz zum nächsten, immer auf der Suche nach einem Platz am Fluss. Die Temperaturen klingen ja ganz nett, aber so ab 35° aufwärts machts dann keinen Spaß mehr. Bounty war ganz unserer Meinung und fing an sich regelmäßig ins Wasser zu legen. An einem der Abende wurde es Zeit für: die zweite Dose Pressack. Jo hatte bei der Abfahrt zwei Dosen geschenkt bekommen und gehütet wie einen Schatz. Die erste Dose hatte es im Iran gegeben, hier in Laos sollte es die zweite geben. Das selige Grinsen ging kaum weg. Und Bounty? Die bettelte zum ersten Mal eindeutig. Eigentlich haben wir sie inzwischen ganz gut erzogen, was das betteln bei Tisch angeht, sie weiß auch dass es nichts gibt. Aber irgendwas am Pressack war wohl besonders… sie ließ Jo jedenfalls keine Sekunde aus den Augen. Und als es dann eine Weile später auch für sie ein Probierstück gab, also zu sagen sie war begeistert, wäre untertrieben.

Laos (2119)

Blick aus dem Dachfenster

Laos (2118)

am anderen Ufer

Laos (2106)

40°, krank, aber Hauptsache rennen

Laos (2048)

Wasser nachfüllen

Laos (2043)

Saufen, schwimmen, rennen, schlafen

Laos (2003)

armes Flauschtier

Laos (2001)

Ja, es hat tatsächlich geholfen…

Der Nachteil an den Flussstellplätzen waren die Mücken, zu sagen dass hier viele unterwegs waren, beschreibt die unglaubliche Menge an surrenden Tierchen einfach nicht… Viel besser wurde es an unserem anderen Stellplatz, ohne Fluss, aber auch nicht.

April-4351

Der nächste Stellplatz :)

April-4371

Kaltgeliebte Mate

In Vientiane, der Hauptstadt von Laos, wollten wir uns mit einem Mitglied des hiesigen VW-Clubs treffen. Wir erwarteten mal wieder eine Ersatzteillieferung vom ADAC am Flughafen… neue Gelenke für die Kardanwelle, ein neuer Scheinwerfer und ein Spiegel… für die Einreise nach China würden wir das wohl brauchen. Für die chinesischen Kennzeichen gibt es so etwas wie eine Art TÜV-Kontrolle.. ohne Scheinwerfer und Spiegel würde das wohl nicht klappen. Wenn sich jetzt einer wundert, ob wir das nicht auch in Laos bekommen hätten – möglicherweise, aber Zeit und Kostenaufwand wären vermutlich höher gewesen und die Teile dann nicht original sondern gemurkst.

April-4377

Dämmwolle? Oder so ähnlich..

Unser Kontakt hatte uns einen Wasserfall als Schlafplatz empfohlen, da wollten wir natürlich gerne hin. Auf dem Weg durch die Stadt gab es dann noch Sandwiches vom Straßenstand – mit sehr zweifelhaftem Belag. Wir wissen bis heute nicht genau was es war, insbesondere die Lage obendrauf, die an Dämmwolle erinnerte war gewöhnungsbedürftig. Schmeckte aber einfach nur sehr salzig und ein bisschen nach Fisch. Am Wasserfall angekommen, vermissten wir eben diesen… alles war ausgetrocknet. An dem Fluss standen einige Hütten, die uns an die Ecke in Kambodscha erinnerte, wo wir mit Laura und Chris an den Stromschnellen waren. Nur das hier alles wie ausgestorben war. Trotzdem war der Flusslauf sehr hübsch und an einer Stelle tummelten sich Schmetterlinge in allen Farben. Eine Sorte davon war außen braun und wenn sie dann in Scharen aufflogen, schillerte es überall lila. Auf dem Rückweg zum Bus lief ich noch am Klogebäude vorbei… Die eine Seite war „ein wenig verdreckt“ die andere voll mit Tierchen. Da wir auch bald unseren Wasservorrat wieder füllen mussten, drehte ich mal am Hahn – es kamen Ameisen. Das war schon ziemlich gruselig und ich gab die Suche nach Wasser wieder auf.

Laos (1887)

Am Nicht-Wasserfall

Laos (1846)

sind die nicht hübsch?

So richtig überzeugt waren wir nicht von dem Ort und beschlossen, es nochmal am Fluss zu versuchen…

(Falls sich übrigens einer wundert, warum Bounty eigentlich so sch… struppig aussieht: Sie hat sich Räude eingefangen. Das sind Milben, die auf jedem Hund unterwegs sind, aber bei geschwächtem Immunsystem (eine Folge von dem Biss in Thailand) überhand nehmen. Folge sind Juckreiz und Haarausfall. Wir haben schon das richtige Medikament bekommen, aber die Behandlung zieht sich über Wochen bis alle von den Mistviechern erledigt sind. Und dann dauert es noch ein bisschen bis das Fell wieder nachwächst.)

17.04. Konglor Cave

Laos (2480)

Mittagsschläfchen im weichen Sand

Laos (2468)

Huch, wer bist du denn?

Laos (2449)

Freunde? Freunde!

Laos (2433)

Dahinter erwartete uns die Höhle

Unser eigentliches Ziel der Thakhek-Runde war eine Höhle, durch die man mit einem Boot fahren konnte. Seit ich davon gelesen hatte, wollte ich da hin. Wir kamen am Abend kurz vor der Höhle an und suchten uns einen Schlafplatz in einer Seitenstraße. Mit Bounty hatten wir schon eine Runde gespielt und saßen noch gemütlich bei offener Tür (35°!) im Bus. Dann ging alles sehr schnell, ein großer schwarzer Kopf legte sich auf Bountys Bett, die war so erschrocken, dass sie sich kaum wieder einkriegte und versuchte den Eindringling zu verbellen. Normal halten Straßenhunde immer ein bisschen Abstand zu ihrem Heim, dieser hier machte einen Satz und saß plötzlich mit im Bus. Damit hatte keiner von uns gerechnet, Bounty am allerwenigsten. Nachdem wir den anderen wieder rausgeschmissen hatten und mit Bounty zusammen draußen das mit dem Kennenlernen nochmal neu probierten, fingen sie dann langsam an sich anzunähern. Trotz dem holprigen Start wurde dann ganz schnell noch eine Runde gespielt, bis beide müde waren. Zum schlafen ging es dann für Bounty in ihr eigenes Bett, der Neue blieb ganz treu vorm Bus liegen und verbellte alle die noch vorbeikamen. So schnell kommt man zu einem neuen Wachhund… Am nächsten Morgen wurde dann noch eine Runde gespielt und gekuschelt, bevor wir dann zur Höhle aufbrachen.

Laos (2432)

Ja, Bikini = nackt…

Laos (2430)

Erster Eindruck

Laos (2423)

und los gehts

Laos (2396)

Tropfsteine im Gegenlicht

Laos (2393)

Tropfsteinhöhlen haben für mich schon immer einen besonderen Reiz

Laos (2358)

(Fast) alle müssen mit anpacken

Laos (2348)

Das Licht am Ende des Tunnels…

Laos (2339)

Schade dass immer der Bootsführer ganz vorne sitzen musste

Laos (2301)

noch mehr Boote

Laos (2296)

in Aktion

Laos (2290)

Mehr war hier nicht (mehr) los…

Laos (2288)

diese Spiegelung hat mich gefesselt

Laos (2279)

„Kann ich hier weg?“

Laos (2247)

Eins der anderen Boote

Laos (2237)

die Tropfsteine auf dem Rückweg

Laos (2155)

Weiter gehts durch den Wald

Die kann ich nur uneingeschränkt weiterempfehlen, vorausgesetzt, man hat kein Problem mit ein bisschen (oder auch ein bisschen mehr) Wasser und Höhlen. Schwimmwesten wie die asiatischen Touristen sie alle trugen sind aber wirklich nicht notwendig… und wenn man schwimmen kann, erst recht nicht. So tief, dass man schwimmen könnte, war es aber eh an so gut wie keiner Stelle. (Anmerkung, wir waren in der Trockenzeit hier, wie es kurz nach der Regenzeit ist, kann ich natürlich nicht beurteilen) Innen ist es wirklich stockfinster, selbst mit unserer größten Taschenlampe konnte man nur wenig sehen. Die Tour fährt man mit einem Langboot, wie wir es in Myanmar schon hatten, undichte Nussschalen, extra für seichtes Wasser. Da wir kurz vor der Regenzeit da waren, war das Wasser allerdings an manchen Stellen zu seicht und wir mussten immer mal wieder kurz aussteigen. In der ca. 7km langen Höhle gibt es einen Stopp an einer Ecke mit schönen Tropfsteinen, die unterschiedlich beleuchtet werden. Auf der anderen Seite geht es dann aus der Höhle wieder raus, ein wunderschöner Anblick mit dem klaren Wasser und der dichten grünen Pflanzenwelt ringsum. Auf dieser Seite kann man dann kurz an Land, vermutlich wird in der Hauptsaison hier Essen und Getränke verkauft, als wir da waren, gab es aber nur die Überreste der Neujahrsfeier zu sehen… Zurück geht es den gleichen Weg. Bounty fand die ganze Tour leider ziemlich doof, es war dunkel und laut (Echo vom Motor) und nass. Den Rückweg verbrachte sie auf Jos Schoß. Dass es gar so unangenehm für sie wird, hatten wir nicht erwartet, immerhin war sie in Myanmar auch in so einem Boot mitgefahren. Das war allerdings trocken…

Wieder zurück durfte sie im Auto trocknen und eine Runde schlafen, während wir im See vor der Höhle noch schwimmen gingen. Hier tummelten sich auch einige Einheimische im Wasser. Es gab Stände an denen man fürs „tubing“ die Schläuche aus Autoreifen mieten konnte oder an „hübsch dekorierten“ Hollywoodschauken Fotos machen lassen konnte. Wir nutzen gleich noch die Gelegenheit um Haare zu waschen, bevor wir wieder in Auto zurückkehren würden. Kaum tauchte ich wieder auf, kuckte mich ein bekannter, schwarzer und sehr behaarter junger Mann an. Schwanzwedelnd freute er sich, dass er uns wieder gefunden hatte. Da wir leider nicht noch einen Hund mitnehmen konnten, fuhren wir dann ohne ihn los und waren doch etwas erleichtert, dass er uns nur kurz folgte, bis er eine andere Ecke spannender fand.

17.03 Lao Neujahr

Laos (2890)

Kuck mal her… „Muss ich?“

Laos (2879)

So sah es an ganz vielen Ecken aus

Laos (2869)

Nicht umsonst wird er „Flammenbaum“ genannt

Laos (2842)

Zeit zum schlafen…

Laos (2750)

…um am nächsten Morgen wieder ganz viel zu spielen!

Von TadLo fuhren wir weiter nach Norden. Laura hatte uns ein nettes Guesthouse mit gutem Burger empfohlen, an dem wir bestimmt auch parken und unser Wasser auffüllen durften. Außerdem sollte es hier die schönste Landschaft geben. Auf dem Weg dorthin machten wir Zwischenhalt in Thakhek, um noch etwas Obst zu kaufen. Auf den Straßen feierten bereits die ersten Laoten Neujahr. Gefeiert wird hier an der Straße, mit Planschbecken und Wasserpistolen um die vorbeifahrenden Autos und Motorradfahrer nass zu spritzen. Ursprünglich zeremonielle Reinigung von allem Schlechten, ist das eine erfrischende und lustige Art des Feierns. Zusätzlich wird hier mit viel Bier gefeiert… je später am Tag es wird, umso gefährlicher wird das Autofahren, weil man nie weiß, ob nicht doch mal einer betrunken über die Straße torkelt… Auffällig war für uns waren aber die Zeiten zu denen gefeiert wird – vormittags wird angefangen, aber so gegen 22-23 Uhr ist dann Schluss. Ich persönlich find das super, bis heute versteh ich nicht, warum man erst so spät bei uns in die Disko geht… Aber vielleicht bin ich da auch einfach nur ein bisschen spießig ;)

Laos (2713)

sie wissen wie man anständig feiert!
Laos (2705)

einer der Laoten im schicken Glitzerdress…

Laos (2700)

die Jungs waren nicht nur Wasser, sondern grüne Farbe!

Laos (2697)

ganz modebewusst in jungem Alter

Laos (2695)

wunderschönes Nichts erwartete uns

Laos (2679)

Sonnenuntergang am Guesthouse

Laos (2671)

Spiegelungen…

Laos (2660)

Laos (2598)

Spielst Du mit mir??

Laos (2516)

Juhuu, endlich jemand zum spielen!

Laos (2504)

Dreckig + müde = glücklich

Am Guesthouse angekommen waren wir dann zu früh für warme Küche und zu hoch für das Tor zum Parkplatz. Aber kein Problem, die Wiese gegenüber war auch nett. (Und das Wifi reichte grade so weit genug) Leider hatten wir ein schlechtes Timing: Burger gabs nämlich keine während Neujahr, weil der Besitzer zum Einkaufen immer nach Thailand fährt. Den nächsten Tag verbrachte Jo dann mit Fieber im Bett… Irgendwas war wohl nicht so bekömmlich gewesen, mir ging es zum Glück besser. Immerhin hatte es damit jetzt jeden von uns schon mal erwischt. Ich nutzte den Tag um ein bisschen zu schreiben und zu fotografieren. Bounty nutzte die Zeit um neue Freunde zu finden, die mit ihr rennen. Von den Feiern bekamen wir so nicht viel mit, außer die ohrenbetäubende Musik. An sich ist laut ja nicht schlimm, aber zu laut, so dass der Lautsprecher anfängt zu scheppern, das ist unangenehm. Gefühlt hat es in ganz Laos auch nur eine einzige CD, die hoch und runter gespielt wird. Den Ohrwurm wurden wir eine ganze Zeit lang nur schwer wieder los.

17.02. Von Wasserfall zu Wasserfall

Laos (2897)

Blick nach Süden

Laos (2943)

der Wasserfall von unten

Laos (2916)

über halb des Wasserfalls war es super zum Baden

Vom Pha Suam Wasserfall machten wir uns auf nach Tad Lo, einem kleinen Touristenort an der Bolavenschleife. Für die ganze Runde ums Plateau hatten wir leider keine Zeit, aber zumindest diesen Wasserfall wollten wir noch sehen. Angeblich gab es her auch an einem Hotel Elefanten, die täglich dort schwimmen gehen, ganz ohne Eintritt… 

Laos (3222)

3x Pfannkuchenmitesser

Laos (3220)

Junge spielt mit seinem Fischernetz

Laos (3199)

Blick von Wasserfall flussabwärts

Da wir nicht weit fahren mussten, konnten wir direkt nach dem wir einen Stellplatz gefunden hatten, Mittag essen machen. Unsere Pfannkuchen teilten wir dann mit drei einheimischen Mädchen. Die Drei waren nett gewesen, aber leider dauerte es nicht lange bis die nächsten Kinder kamen und versuchten Stifte oder ähnliches zu erbetteln. Solange Jo etwas arbeitete (in diesem Fall ein Kabel zu löten), war das kein Problem, da war die Unterhaltung spannender… aber kaum saß man nur so in der Sonne, wurde man sie relativ schwer wieder los.

Laos (3192)

das war dann doch zu steil für vier kleine Pfoten

Laos (3156)

Leiter geschafft

Wasserfall

der Wasserfall *.*

Laos (2953)

da hätte ich ja gern mal geduscht…

Laos (3007)

Elefant im Sonnenuntergang

Laos (3015)

Gaby

Laos (3126)

Jungs beim Angeln

Laos (3121)

Spaß unterm Wasserfall

Laos (3114)

Oh Gott, ich muss auch wieder hoch da…

Laos (3045)

diese Ohren…

Laos (3079)

Badespaß

Zeit mal ins Wasser zu springen. Bounty war von der Leiter nicht begeistert, hier kam sie trotz aller Kletterkünste nicht runter. Also rauf auf Jos Schultern und runter zum Wasser… und das nächste Hindernis – Brücken durch die man durchgucken kann sind uns beiden nicht geheuer… Jo ging erstmal eine Runde unterm Wasserfall schwimmen und ich beobachtete die Kinder die um und über dem Wasserfall herumkletterten. Wir hatten noch drei Reisende kennengelernt, mit denen wir uns auf die Suche nach den Elefanten machten. Kaum hatten wir sie gefunden, waren wir etwas enttäuscht – vermutlich waren wir zu spät dran um sie baden zu sehen. Einer der beiden Elefanten wurde gerade weggeritten und mehr aus Zufall liefen wir in die gleiche Richtung. Und stellten fest, dass wir ab und an auch mal Glück haben – es ging gerade erst zum Baden.

Hinterher ging es dann noch lecker Essen, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Die Reihe Verkaufsstände, die gerade aufgebaut wurde, kündigte das kommende Neujahrsfest schon an. Morgen würde es hier wohl wild zugehen.

17.01. Laos

Laos (3304)

Wasserfall

Laos (3299)

Ich glaube einer meiner Lieblingsplätze der Reise

Laos (3290)

die Brücke!

Wir waren in der Nähe des Mekong, dem größten Fluss Südostasiens, der sich hier unten um tausende kleine Inselchen schlängelt. Außerdem gibt es hier den breitesten Wasserfall, der blöderweise aber auf einer der Inseln liegt. Da unsere Recherche ergab, dass die einzige Möglichkeit dort hin zu gelangen ein Boot ist und der Spaß dann unverhältnismäßig teuer, zogen wir es vor einen Schlafplatz am Ufer zu suchen.

Laos (3281)

Kleine Hütte für Opfergaben

Laos (3231)

nochmal der kleine Wasserfall…

Laos (3277)

Blick von der anderen Seite

Von Andi (ihr erinnert euch vielleicht an den Typ der uns in Griechenland besucht hat?) und von Laura hatten wir einige Tipps für Laos bekommen, die vielversprechend klangen. Als erstes wollten wir aber nach Pakse, eine Simkarte und Kaffee kaufen. Dort soll es den laotischen Kaffee vom Bolaven Plateau geben, von dem wir Andi was mitbringen sollten. Gesagt, getan. Im Supermarkt wollten wir dann noch ein bisschen unsere Vorräte aufstocken, was dann daran scheiterte, dass es hier nichts vernünftiges zum Kochen gab. Hygieneartikel, Alkohol und Instantnudeln waren fast alles was man hier kaufen konnte. Davon aber in unterschiedlichsten Varianten. Frisches Fleisch, Obst, Gemüse oder wenigstens Konserven? Fehlanzeige. Naja, wir würden bestimmt an den Straßenständen etwas finden.

Laos (3326)_HDR

Es gab auch eine stabile Brücke…

Laos (3285)_HDR

und nochmal… es war sooo schön!

Laos (3228)

spannende rote Blüte

Auf gings zu einem Wasserfall auf den ich bei der Recherche zum Mekong gestoßen war. Der Eintritt war angemessen, sowohl fürs Auto als auch uns. Dort angekommen rannten wir erstmal zum Fluss oberhalb und gingen mit Bounty schwimmen. Erfrischt machten wir uns dann auf zum Wasserfall. Über eine abenteuerliche Brücke kam man auf die andere Seite von Fluss. Hier war es eindeutig auf Touristen ausgelegt, ein Restaurant und Shops wo traditionelle Handwerkswaren verkauft wurden. Da es bereits Abend wurde, war aber schon alles geschlossen und wir hatten den Wasserfall für uns. Es war der zweite Schlafplatz in Wassernähe, hier in Laos… und einige sollten noch folgen.

16.05 Ein teures Foto

Von Siem Reap aus war es nicht mehr so weit bis zu Grenze. Es gibt genau eine Straße die quer durch bis zum einzigen Grenzübergang nach Laos geht. Was uns auf dieser Straße erwarten würde, konnten wir nicht ahnen als wir früh losfuhren. Von den Motorradfahrern in Asien hatte ich ja schon mal berichtet – in Indien ist der Vorteil, dass alle langsam fahren (müssen) weil so unheimlich viel los ist. Im Kambodscha ist Platz und man fährt automatisch deutlich schneller. Warum auch nicht. Allerdings hat man etwas den Eindruck, dass viele ihren gesunden Menschenverstand und Überlebenswillen komplett ausschalten sobald sie auf einem Moped sitzen.Nicht nur, dass sie überholen ohne zu kucken und dafür spontan in die Mitte ziehen, nein, auch vom Straßenrand ziehen wir ohne zu kucken auf die andere Seite rüber. Tja, und dann kam es wie es kommen musste. Wir erwischten einen Mopedfahrer. Ich hatte ihn vorher schon gesehen – allerdings stand er da neben seinem Moped auf der anderen Straßenseite. So schnell wie er dann aufsprang und ohne zu kucken auf unsere Spur zog, blieb keine Chance weit genug auszuweichen und wir trafen sein Vorderrad und brachten ihn zum fliegen. Natürlich ging alles rasen schnell, in der Sekunde in der er im Blickfeld auftauchte fuhr Jo auch schon hupend nach rechts. Das beeindruckte den (möglicherweise nicht ganz nüchternen) Fahrer aber auch nicht im geringsten. Wir blieben kurz stehen, Jo sprang aus dem Auto um zu kucken was los war – das Moped war zerlegt und der Fahrer hatte offensichtlich ein gebrochenes Bein. Im Nachhinein war es gut, dass wir das noch gesehen hatten… Dann wurde die Stimmung um uns herum aber schon komisch. Wir taten dass, was selbst das auswärtige Amt rät: wir fuhren weg. Das klingt für jeden deutschen Autofahrer zwar komisch, ist aber das einzig vernünftige. Gerade als Ausländer weiß man nie, auf welche Ideen Angehörige und Freunde so kommen können. In einem kleinen Dorf, in dem niemand deine Sprache spricht, erst recht. Wir flüchteten also aus dem Dorf, weiter auf der einzigen vorhandenen Straße… Bis zu einer Straßensperre an einer Provinzgrenze. Die hatten offenbar schon auf uns gewartet.

Englisch konnte hier natürlich keiner, aber dass wir auf irgendwen warten sollten wurde klar. Nur nicht so recht auf wen. In dem Moment kam dann tatsächlich ein Overlander vorbei – der nicht nur Deutsch ,sondern auch die Landessprache beherrschte. Er war so nett uns kurz zu übersetzen, dass der Mopedfahrer wohl verletzt, aber nicht schwer verletzt ist und wir mit auf die letzte Polizeistation kommen sollten. Ein Polizist würde uns abholen. Dann musste er leider weiter, er hatte schließlich einen wichtigen Termin in Siem Reap. Der Polizist holte uns dann wirklich ab, musste ins aber erst noch überzeugen, dass wir wirklich wieder zurück in das Dorf fahren, dass wir davor Angst hatten, verstand er zwar, zeigte aber auf seine Knarre. Na gut. Ging wohl nicht anders. Jetzt blieb noch die Frage, was würde auf uns warten – Geldstrafe, Auto konfisziert oder vielleicht doch Gefängnis? Dass die Polizei in Kambodscha den Ruf hat unheimlich korrupt zu sein, machte es nicht besser – war das jetzt zu unserem Vor- oder Nachteil? Die nächsten 3 Stunden zogen sich unglaublich, bei knapp 40° für alle eine Tortur. Alles was sie taten, war unsere Namen aus den Pässen abzuschreiben und auf irgendwen anders zu warten. Mehr wussten wir auch nicht, keiner konnte auch nur ein Wort Englisch. So richtig gut tut das den Nerven nicht, wenn man nicht weiß was passiert… und es gingen leise Gerüchte, dass der Mopedfahrer gestorben wäre. Das kam uns zwar spanisch vor, aber bei der hiesigen medizinischen Versorgung, weiß man nie. Wir mussten dann in die nächst größere Stadt und Polizeistation, die wohl auch ein Büro der Tourist Police hatten. Nochmal 50km in die falsche Richtung – hatten wir doch eigentlich die Hoffnung gehabt, abends noch über die Grenze zu fahren. Immerhin hatten wir ein bisschen schlechtes Netz, so dass ich erst mal Olli und Laura schreiben konnte. Das war dann gut für die Nerven, zu wissen dass jemand Bescheid weiß und zu hören, dass sie auch glauben es ist nur die Frage wie teuer das wird.

In der Polizeistation angekommen gab es dann einen der ein paar Brocken Englisch konnte. Für eine vernünftige Unterhaltung leider zu wenig und erst recht zu wenig, um sinnvoll unsere Sicht der Dinge zu erklären.Der Polizist war leider auch noch ungeduldig und frustriert, dass wir ihn nicht verstanden, was die Kommunikation nicht erleichterte. 4 Stunden später hatten sie es dann geschafft unsere Personalien aufzuschreiben und was sie verstanden hatten vom Unfallhergang. Jo malte dann auch noch auf, wie wir gefahren waren. Mit diesem Zettel stürmte der Oberste der Beamten dann raus und zeigte es der Mutter des Verletzten, die aus dem Dorf auch gekommen war. Gerade bei solchen Situationen haben wir gelernt uns aufs Bauchgefühl zu verlassen und bei ihm hatten wir den Eindruck, dass er uns gewogen war. Angeblich waren wir nämlich von hinten gekommen und der Mopedfahrer war schon geradeaus gefahren. Unsere Geschichte passte aber viel besser zu den Schäden und der Verletzung. Von hinten kommend erwischt man so selten das Vorderrad… Dann zog sich alles wieder in die Länge, bis uns einer dann erklärte,jetzt wäre Feierabend, wir müssen in ein Guesthouse. Und wir wussten noch nicht mal was denn jetzt wirklich mit dem Verletzten los war, an einen Todesfall wollten wir nicht glauben. Wobei wir überrascht feststellten, dass sich das Mitgefühl da sehr in Grenzen hält, nicht nur dass er den Unfall verursacht hatte, er hatte uns damit auch noch in diese (drücken wirs nett aus:) unangenehme Situation gebracht. Ich würde gerne schreiben „und nur weil der Vollidiot nicht in der Lage war kurz zu kucken ob was kommt, wir hätten ja auch ein großer Laster sein können“, aber das wäre wohl politisch und moralisch inkorrekt. Wie auch immer. Wir sollten dann einen Zettel unterschreiben, in Khmer Buchstaben geschrieben… (auf dem Foto seht ihr ein Beispiel) der grob übersetzt dann lautete: Wir überlassen der Polizei unsere Pässe, Fahrzeugdokumente, Auto und Schlüssel auf unbestimmte Zeit zur Verwahrung. Öhm, bei allem Verständnis, Nein. Und erst recht nicht, wenn wir das nicht lesen können .Das verstand dann unser Übersetzer so gar nicht und musste erst mal wieder laut werden. „In Deutschland bekommt er ja auch keine Übersetzung.“ Hä? Wir wollten doch nur den Zettel in Englisch – das konnte er doch schließlich. Sein Vorgesetzter schien uns zu verstehen, ließ uns aber erst noch eine halbe Stunde diskutieren, bevor er unserem Vorschlag zustimmte, dass wir das selbst schreiben. „Eine Nacht, diese Dinge, Unterschrift“. Dass wir im Auto schlafen war eh nie zur Diskussion gestanden. Damit waren dann alle zumindest einverstanden und wir wurden zu einem Guesthouse im Ort gebracht. (Sie wollten uns erst auf Mopeds da hin bringen, hatten aber Bounty einfach vergessen…) Zu Fuß waren das keine 10 Minuten und der Besitzer des Guesthouse war erst etwas skeptisch, ob das mit dem Hund gut geht. Wir versicherten ihm, sollte doch was passieren machen wir das selbst sauber. Einverstanden. Die Polizei zahlte dann unser Zimmer und ließ uns schlafen. An Schlaf war aber mit der Aufregung einfach nicht zu denken und wenn das morgen so weiterginge, wären wir in ein paar Wochen immer noch keiner Lösung näher. (Nicht zu vergessen, dass wir einen Termin an der chinesischen Grenze hatten)

Ein Übersetzer musste her. Facebook ist dein Freund und Helfer und wir bekamen einige private Kontakte die uns hätten helfen können, aber alle ziemlich weit weg und wenn überhaupt nur telefonisch erreichbar. Verdammt. Wir hatten kein Guthaben auf der Inland-Sim um irgendwen anzurufen. Laura überzeugte uns dann von der deutschen Botschaft, immerhin sind die genau dafür zuständig. Im Guesthouse gab es dann Guthaben für die Simkarte (man darf ja auch mal Glück haben) und nachdem uns von der Botschaft versichert worden war, dass uns morgen jemand telefonisch übersetzt, gingen wir dann endlich schlafen. Bounty fand das Zimmer genauso doof wie wir… obs jetzt am Zimmer lag, oder unseren Nerven?

Kleines Detail am Rande: Bei Unfällen werden hier so weiße Zeichnungen auf der Straße gemacht, wie man das aus Krimis kennt, wenn einer umgebracht wird… Die hatten wir auf dem Weg zur Polizeistation gesehen… da wussten wir nur noch nicht, dass sie das immer so machen, egal was für Schaden entstanden ist. (In Laos übrigens auch)

Eine kurze Nacht später saßen wir wieder im Büro bei den Polizisten. Und mussten erst mal eine Stunde warten, bis die Dame von der Botschaft Arbeitsbeginn hatte… Dann wurde uns von dieser Seite erst mal mitgeteilt, dass sie uns eigentlich gar nicht helfen können, weil das ja Wochen dauern könnte und sie leider besseres zu tun hätten. Na danke. Zu 10 Minuten übersetzen konnten wir sie dann wenigstens überreden… Und. Die reichten auch.

Der Mopedfahrer hatte tatsächlich nur ein gebrochenes Bein und wenn wir bezahlten, war alles geregelt. Übrigens hat nie einen interessiert, wer denn jetzt Schuld ist. Der Verletzte kriegt Geld. Punkt. Als die Familie dann 3000$ forderte, musste unsere Übersetzerin erst mal lachen „ob er sich gleich ein neues Haus bauen wolle?“. Der oberste der Polizisten war wohl ähnlicher Meinung und erklärte das auch der Mutter des Verletzten. Einig wurden sich dann alle bei 1000$. Viel Geld, für beide Parteien^^ Aber der reiche Weiße hats ja.

Mit diesem Betrag war dann aber alles geregelt, wir konnten fahren wohin wir wollten, die Akte war quasi gelöscht und die Familie hatte keinen Anspruch auf Geld, sollten Folgeschäden auftreten. Das wollten wir jetzt aber noch schriftlich. In Englisch. Der Polizist mit den wenigen Englischkenntnissen guckte schon ganz begeistert. Wieder schrieben wir das ganze selbst, dann unterschrieben wir, der oberste Vorgesetzte und die Mutter des Verletzten. Also, um genau zu sein, machte sie einen Daumenabdruck aufs Papier, schreiben konnte sie nicht. Fertig. Wir bekamen Papiere und Schlüssel wieder und machten CC fertig.

Bevor wir aber abfahren konnten, kam der Polizist nochmal. Ob wir ein Foto machen können? Mit dem goldenen Iphone gabs dann noch ein Foto für den Polizisten und eins für uns. Jetzt aber raus hier. Unsere ganze schöne Erholung von unserer Pause am Pool war in weniger als 24 Stunden verpufft und wir an unsere Grenzen gebracht worden. Laura, Olli und Coco waren wohl genauso erleichtert, hatten sie doch im Live-Ticker alles mitbekommen. Vielen Dank an euch, mit euch zu reden hat uns wirklich geholfen, nicht durchzudrehen.

Endlich waren wir an der Grenze. Hier war dann überraschend wenig los, um genau zu sein, es war kein Mensch zu sehen. Auch der zuständige Beamte war nicht da. Irgendwann kam er dann aber doch, Jo erledigte die Zollformalitäten und kam grinsend zurück: „Der Grenzer hat mich gefragt, ob das meine Frau ist, hab dann ja gesagt, meinte er nur „Süß“…“ Das war dann also der nette Beamte, beim ausstempeln aus dem Reisepass kam dann der andere: Er verlangte eine Stempelgebühr von 2 Dollar, die wir ihm nicht geben wollten, und zack war der Stempel mitten auf einer neuen Seite. Herzlichen Dank auch^^

Die Einreise nach Laos war dann wieder unproblematisch, Visaanträge ausfüllen, bezahlen, weiterfahren… und wir waren raus aus Kambodscha.

16.03. Von Kampot nach Siem Reap

11102929_10153174833000450_6967414287660684402_n

Gefunden!!

10583783_882880775087179_7305825127414579791_n

Ein Bounty-Ei! Gezeichnet von Chris

Wie am Tag zuvor waren wir hochmotiviert weiterzufahren… aber es war inzwischen Ostern geworden. Und Chris und Laura bestanden darauf, dass erst noch Eier bemalt und versteckt werden müssen. Ich muss sagen, so viel Spaß hatte ich an Ostern schon lange nicht mehr. Für die anderen drei hatte ich heimlich im Supermarkt nebenan noch „Special Eggs“ besorgt… Für Jo Gummibärchen, für Chris ein Twix und für Laura – ein Bounty. Mit Namenszetteln lagen die dann auch mit versteckt und wir hatten einen Heidenspaß Laura zuzusehen, wie sie gefühlte 100x mal an ihrem vorbei lief und es trotzdem nicht sah.

Inzwischen war es Mittag geworden… vieeel zu spät um heute noch loszufahren und abends würde Michelle ein Roastdinner veranstalten. Also bleiben wir doch noch einen Abend… und bereuten es in keinster Weise. Das Essen war superlecker und hinter uns ging langsam aber sicher ein Blutmond auf. Mit Kamera und Stativ bewaffnet versuchte ich das festzuhalten, als Chris mich dann auf den Jupiter aufmerksam machte. Auf einmal waren die Rollen getauscht, Laura die temperamentvolle Italienierin war ruhig und Chris, der sonst sehr ruhig ist, kam ins Erzählen. Er zeigte uns eine Menge Sternbilder, behalten hab ich davon vor allem den Gürtel des Orion… und ein Bild, auf dem Jupiter drauf ist. „Zu sehen ist“ wäre wohl übertrieben ;)

Es war tatsächlich Zeit weiterzufahren, unser Datum bis zur Einreise nach China rückte näher und Laos sollte auch noch sehr schön sein. Wir verabschiedeten uns ein letztes Mal und brachen nach Norden auf. Mit einem kleinen Schlenker durch die Hauptstadt Phnom Pen kamen wir langsam aber sicher dem Ziel Angkor Wat näher. Ganz würden wir die Strecke aber nicht an einem Tag bewältigen, so dass wir an einem kleinen Guesthouse parkten und uns auf die Suche nach einem Restaurant machten. Das war wieder von Laura empfohlen und eigentlich nur um die Ecke. Wir hatten wieder ein super Timing – Ruhetag erwischt. Nicht weiter schlimm, dann würden wir eben selbst kochen, aber halt schade. Schon kurz bevor wir wieder am Bus waren blitzte es schon gewaltig über uns.. der letzte Teil wurde dann gejoggt. Aber nicht weil es regnete oder donnerte, nein – ich wollte so schnell wie möglich an Kamera und mein Stativ kommen. Und war endlich mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Von hier aus ging es weiter nach Siem Reap, neben der Tourist Police sollte es sich gut stehen lassen. Wir checkten das kurz, tatsächlich – daneben und auf dem Innenhof lies es sich super parken. Draußen zu bleiben zogen wir dann vor, so war es angenehmer mit Hund. Fürs Abendessen wollten wir zur „Schnitzel Wirtin“ – ein Lokal mit Thai und Österreichischem Essen. Auch empfohlen von Laura… angeblich gibt es hier riesige Portionen und das beste Schnitzel. Getestet haben wir dann stattdessen das Cordon Bleu und Rippchen. Omnom. (Fun Fact am Rande: die beiden Hunde hier heißen Bier und Gulasch) und obwohl Kartoffen hier nicht billig sind, gab es genug Kartoffelsalat und Pommes zu unserem Essen dazu. Vollgefressen und mit Rippchenknochen ging es zurück zum Bus. Bounty hatte leider dort warten müssen – einer der beiden Hunde hatte sie im Restaurant nicht haben wollen. Umso mehr freute sie sich über unsere Rückkehr mit den Leckerli…